Anleitung zum PocketBook

Quelle: papierlos-lesen.de
(dort findet ihr auch Tipps zu anderen eReader)

Update: Dezember 2025

 

Vorwort:
Dieser Bericht passt wahrscheinlich auch zu anderen Modellen und soll kein Testbericht oder Werbung für irgendein eReader (eBook) sein, aus Erfahrung funktioniert unsere Online-Bücherei mit Tolino und dem PocketBook problemlos. Wer ein Tolino eReader mit unserer Online-Bücherei nutzt, kann uns gerne dazu einen Bericht schreiben welchen wir hier veröffentlichen. Weder Kobo noch Sony sind auf dem deutschen Markt aktiv, daher macht es keinen Sinn über diese Geräte etwas zu schreiben.

Bluetooth, Musik, Hörbücher oder Spiele benötige ich nicht, das kann mein Smartphone besser! Ich brauche nur eine echte Buchalternative. Wichtig für mich: Unabhängig von Amazon, sehr gut lesbares E-Ink-Display und ein Akku der lange hält. Eben alles was ein Smartphone oder Tablet nicht kann.

Update 2022-Juli: Nutze derzeit ein PocketBook Era Stardust Silver (PB700).


DRM LCP Update (danke an Kristina für die Info!)

Vorgehensweise für den PocketBook-Reader InkPad 3 (Pro) oder Era mit der Online-Bücherei  DIE BÜCHEREI Südeifel Malbergweich :

Nach dem ersten Einschalten und Herstellen einer WLAN-Verbindung sollte der eReader automatisch nach einem Firmware-Update suchen (manuell per «Einstellungen → Software → Software-Update»). Ihr braucht euch bei keinem Shop zu registrieren.

Spätestens jetzt solltet ihr auch ein abschaltbares Touchscreen für mehr Komfort haben
Da das PocketBook mechanische Tasten nutzt, gibt es in der aktuellen Version die Möglichkeit den Touchscreen zu deaktivieren. Mit einem einfachen Doppelklick der rechten Menütaste lässt sich der Touchscreen deaktivieren und wieder aktivieren (cool, nur für das Buch). Durch das Abschalten des Touchscreens lassen sich mögliche Fehleingaben minimieren, was sehr praktisch sein kann, wenn man z.B. einen Finger während des Lesens am Bildschirm ablegen möchte. Diese Beschreibung bezieht sich auf den InkPad 3 (Pro), bei anderen PocketBook-Modellen kann die Belegung der Tasten abweichen.

Adobe DRM
PocketBook unterstützt weiterhin Adobe DRM. Eine Adobe-ID ist für eBooks notwendig, die weiterhin mit Adobe DRM ausgeliefert werden (*.acsm). Ihr richtet dies wie gewohnt unter «Einstellungen → Konten und Synchronisierung → Adobe DRM» ein. Für Onleihe-Titel, die bereits mit LCP/CARE ausgeliefert werden, ist hingegen keine Adobe-ID mehr erforderlich (siehe Abschnitt unten).
Hinweis: Laut E-Mail Anfrage (2020-April) bei pocketbook.de, ist eine Implementierung bis Ende des Jahres geplant. Da Tolino in der Anfangsphase massive Probleme bei der Implementierung von CARE hatte und Adobe DRM noch mindestens 1-2 Jahre parallel verwendet wird, hat PocketBook eine Implementierung von Onleihe Care auf Q3-Q4 2020 verlegt.

Neues DRM "LCP/CARE"
Das InkPad 3 Pro unterstützt seit der Version 6.3.691 (2021-03-31) das neue DRM. Für öffentliche Bibliotheken ist damit keine Adobe-ID mehr notwendig. In der Onleihe-Bücherei könnt ihr über den Button "Buch direkt lesen" und den darunter stehenden Code (z.B. «abcd») nach dem Download das Buch öffnen. Der Code ist das Passwort, das ihr einmalig beim ersten eBook-Öffnen angebt. Hinweis: Aktuell wird die Onleihe-App nur installiert, wenn das Gerät mit pocketbook.de verknüpft ist und nicht mit einem anderen Shop. Viele Buchhandlungen sehen Onleihe als Mitbewerber und lassen das daher nicht zu. In dem Fall einfach Onleihe über den Browser nutzen oder das Gerät auf pocketbook.de umschalten lassen.

DIE BÜCHEREI Südeifel Malbergweich
Dann meldet ihr euch mit der Onleihe-App oder dem Webbrowser auf unserer Online-Bücherei an (beim Webbrowser könnt ihr den Link als Favorit/Lesezeichen speichern), vorausgesetzt ihr seid dafür freigeschaltet, siehe hier. Dort könnt ihr einfach Bücher oder Zeitschriften ausleihen und auf euren eReader speichern. Diese werden dann in eurer PocketBook-Bibliothek angezeigt.

 


Hier meine «Feineinstellungen» (optional und kein Muss)

 

1) Einstellungen sichern (Backup!)
Bei Geräten ohne Einschub für eine externe Speicherkarte (z.B. InkPad 3 oder Era) fehlt der Menüpunkt «Backup & Wiederherstellung». Die Dateien können dann gesichert werden, indem der Reader per USB-Kabel mit dem PC verbunden wird. Bei neueren Geräten wird der interne Speicher meist als MTP-Gerät eingebunden, die Ordnerstruktur bleibt aber gleich. Linux und Mac User sollten darauf achten, dass versteckte Dateien (beginnen mit einem Punkt) mit gesichert werden. Windows User sollten prüfen, ob das geschützte "system"-Verzeichnis dabei ist. Falls das "system"-Verzeichnis im Windows-Explorer nicht angezeigt wird, müsst ihr in den Ordneroptionen die Einstellung "Geschützte Systemdateien ausblenden" deaktivieren.

Unter Linux lasse ich versteckte Dateien im Browser (z.B. Dolphin) anzeigen und kopiere die komplette SD-Karte bzw. den internen Speicher auf eine Backup-Festplatte oder ein NAS.

Era (Modell: PB700 | SW-Version: U700.6.8.1957):

2) Überflüssige Inhalte löschen
Alle PocketBook-Reader werden mit einer Vielzahl an kostenlosen Büchern in den verschiedensten Sprachen und ein paar Fotos ausgeliefert. Das mag für eBook-Einsteiger eine gute Sache sein, da es direkt nach dem Auspacken ein paar Klassiker zum Lesen gibt. Mich stören die eBooks aber, sodass ich sie als Erstes lösche. Dazu den eReader mit dem USB-Kabel an den Rechner anschließen und folgende Verzeichnisse aus dem Hauptverzeichnis des eReaders löschen:

oder ihr löscht jedes einzelne Buch aus der PocketBook-Bibliothek (viel Spaß ;-)

3) Nachfrage beim Anschließen des USB-Kabels ausschalten
Wird ein PocketBook-Reader per USB-Kabel mit dem PC verbunden, ploppt auf dem Gerät eine Abfrage auf, ob der Reader an den PC angeschlossen wird oder ob er nur aufgeladen werden soll. Die Abfrage ist insofern etwas überflüssig, da der Reader auch bei Wahl der Option «PC-Anschluss» aufgeladen wird. Die Option «Aufladen» ist nur dann sinnvoll, wenn auf dem Reader weiter gelesen werden soll, während er über den PC (oder ein Notebook) aufgeladen wird. In «Einstellungen → Wartung → USB-Modus» lässt sich diese Option voreinstellen. Nun fragt der eReader beim Anschluss nicht mehr nach, sondern verbindet sich sofort als neues Laufwerk mit dem Rechner.

4) Status-LED abschalten
Im Powerknopf des Readers befindet sich eine LED, die nicht nur beim Laden leuchtet, sondern auch immer dann, wenn der Reader arbeitet, also ein Buch öffnet, die Seitenzahlen berechnet oder beim Weiterblättern. Ich finde die LED beim Lesen eher störend, also schalte ich sie über «Einstellungen → Persönliche Einstellungen → LED-Anzeige» aus. Sie leuchtet dann nur noch, wenn der eReader mit dem PC oder einem Netzteil verbunden ist.

5) Nutzungsstatistiken abschalten
Damit man den PocketBook-Reader überhaupt erst nutzen kann, muss man beim Einrichten die Nutzungsbedingungen bestätigen, in denen man PocketBook erlaubt, Nutzungsdaten zu sammeln und auszuwerten. Da ich das nicht möchte, schalte ich die Weitergabe der Nutzungsstatistiken unter «Einstellungen → Wartung → Datenschutz → Diagnose und Verwendung» ab.

6) Stromsparoptionen setzen
Bei den Geräten, die ab 2018 erschienen sind (InkPad 3, Touch Lux 4), gibt es erstmals einen wirklich brauchbaren Standbymodus, weswegen ich unter «Einstellungen → Strom sparen» die automatische Bildschirmsperre auf 5 Minuten setze und die Autoabschaltung deaktiviere. Durch Aktivierung der Bildschirmsperre gehe ich außerdem sicher, dass sich der eReader über die Hülle schlafen legt bzw. wieder aufwacht.

7) ReadRate-Symbol aus dem Buchmenü ausblenden
Bei jedem PocketBook-Reader wird im Menü eines geöffneten Buches am rechten Seitenrand ein rundes Symbol eingeblendet. Das stammt von einer im russischsprachigen Raum verbreiteten Lesecommunity namens ReadRate, in der man seine gelesenen eBooks bewerten und sammeln kann. Leider wird das Symbol auch angezeigt, wenn man diesen Dienst nicht nutzt. Daher deaktiviere ich es über «Einstellungen → Konten und Synchronisierung → ReadRate → Status des ReadRate-Dienstes».

8) Ungenutzte Wörterbücher deaktivieren
Ich brauche auf PocketBooks bis auf das Englisch-Deutsch-Wörterbuch meistens keine weiteren Wörterbücher, weswegen ich die überflüssigen unter «Einstellungen → Sprache und Tastatur → Wörterbücher» direkt deaktiviere. Am einfachsten geht das, indem ich dort oben zunächst auf «Alles/keine markieren» tippe und danach nur das benötigte auswähle.

9) Bildschirmrefresh minimieren
Bei den modernen Bildschirmen mit Cartatechnologie reicht es aus, die Bildschirmseite nur noch selten aufzufrischen, um Geisterbilder loszuwerden. Standardmäßig ist die Auffrischungsrate auf fünf Blättervorgänge eingestellt, unter «Einstellungen → Persönliche Einstellungen → Vollständiges Seitenupdate» lässt sie sich auf zehn erhöhen, ich habe das komplett abgeschaltet. Bei einigen CARE-geschützten eBooks erzwingt die Firmware trotzdem in bestimmten Abständen ein vollständiges Seitenupdate, um die Anzeigequalität sicherzustellen.

10) Browser Startseite anpassen
Verbindet den eReader mit dem USB-Kabel an den Rechner und sucht mit einem Dateibrowser im Ordner "system/config/" die Datei "global.cfg". Dort könnt ihr den Eintrag "browser_default_url=" anpassen (Achtung: Windows User sollten dafür den freien Notepad++ nutzen!):

browser_default_url=http://start.obreey.com
z.B. ändern in
browser_default_url=https://www.onleihe.de/libell-e-sued/frontend/login,0-0-0-800-0-0-0-0-0-0-0.html?libraryId=2448

Nach Firmware-Updates kann die Datei "global.cfg" gelegentlich überschrieben werden, dann muss die Browser-Startseite ggf. erneut angepasst werden.

11) Favoriten bearbeiten
Optional bearbeite ich die Favoriten unter Linux mit dem sqlitebrowser, dieser ist in vielen Linux-Distributionen enthalten. Das Tool gibt es auch für Windows: Link (ungetestet!). Die Favoriten sind im Ordner "system/" als SQLite-Datei "browser.sqlite" gespeichert. Wichtig: Vor dem Bearbeiten sollte der Browser auf dem eReader geschlossen sein, da die Datei sonst gesperrt sein kann.

12) Wenn alles wie gewünscht läuft, erstelle ich ein 2tes Backup (siehe Punkt 1)

 

Autor 2020-04-16 Jo